Hunderte Kinder aus ganz Sachsen-Anhalt kamen am Samstag, dem 6. Juni 2026, zum Aktionstag der Kinderfeuerwehren der Landesjugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt zusammen. Als Austragungsort diente in diesem Jahr das Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) in Heyrothsberge. Die landesweit beliebte Veranstaltung der Landesjugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt stand unter dem Motto „Ausprobieren, Staunen, Mitmachen - Wir sind die Retter von morgen“. Bei strahlendem Sonnenschein stand einem erlebnisreichen Tag nichts im Wege.
Um 10 Uhr eröffnete Landesjugendfeuerwehrwart Thomas Voß die Veranstaltung vor rund 800 Gästen. Gemeinsam mit ihm begrüßten der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt, Rüdiger Blokowski, sowie Lutz-Georg Berkling vom Ministerium für Inneres und Sport die angereisten Familien. Ebenfalls zur Eröffnung kamen Frank Mehr (Leiter der AGBF Sachsen-Anhalt), Christian Lange vom IBK, die stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwarte Enrico Geißler und Klaus Hörnke sowie die Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehr, Jana Freistedt-Lentge.
Auf die Kinder warteten zahlreiche spannende Stationen, an denen sie ihr Wissen, ihre Geschicklichkeit und ihren Teamgeist unter Beweis stellen konnten. Dabei waren nicht nur feuerwehrtechnische Kenntnisse gefragt – auch der Orientierungssinn spielte eine wichtige Rolle. Über das gesamte Gelände verteilt galt es, Hinweise zu finden und Aufgaben zu lösen. An den Stationen sammelten die Gruppen Zahlen, deren richtige Summe am Ende feststand: 112 – die wohl wichtigste Zahl für alle Feuerwehrangehörigen.
Neben den Suchspielen kam auch der praktische Teil nicht zu kurz: So galt es an einer Station, versteckte Buchstaben richtig zu kombinieren. Am Erste-Hilfe-Stand wurden die Nachwuchsretter selbst aktiv und lernten, wie man verschiedene Körperteile fachgerecht verbindet. Wer eine kurze Pause brauchte, konnte im Hörsaal lehrreiche Videos verfolgen, die den Kindern die Aufgaben der Feuerwehr anschaulich näherbrachten.
Ein besonderes Highlight war das große Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Magdeburg-Olvenstedt. Mit Begeisterung bestaunten die Kinder das rote Auto aus nächster Nähe. Gemeinsam mit einem Kameraden aus Olvenstedt warfen sie einen Blick auf die moderne Technik und erfuhren viele spannende Details über die Ausstattung und den echten Einsatzalltag.
Für echte Spannung sorgte die eigens aufgebaute Atemschutzstrecke in einer großen Doppelgarage. Hinter den Toren verbarg sich ein vernebelter Raum, aus dem die Kinder das Maskottchen „KüBold“ retten mussten. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer meisterten diese Aufgabe mit Bravour und kamen stolz sowie glücklich aus dem Parcours. Einige von ihnen hätten das Abenteuer am liebsten direkt ein zweites Mal absolviert.
Natürlich durfte auch ein Löscheinsatz nicht fehlen: Auf dem Außengelände wartete ein „brennendes“ Holzhaus-Modell darauf, von den jungen Brandschützern gelöscht zu werden. Mit viel Freude und vollem Einsatz bekämpften die Kinder das „Feuer“ und sammelten dabei wertvolle praktische Erfahrungen. In der großen Mehrzweckhalle war hingegen Köpfchen gefragt. Dort galt es herauszufinden, welcher Schlauch zu welchem Strahlrohr passt. Nur durch Teamarbeit und einen genauen Blick ließ sich die richtige Kombination finden – eine Aufgabe, welche die meisten Gruppen mit Bravour lösten.
Ruhe und Geschicklichkeit standen auch beim nächsten Parcours im Fokus: Gemeinsam mussten die Kinder einen Tischtennisball sicher ans Ziel befördern. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig Zusammenarbeit und Kommunikation sind – Werte, die auch im echten Feuerwehralltag eine tragende Rolle spielen.
Neben den feuerwehrbezogenen Stationen bot der Aktionstag zahlreiche weitere Attraktionen. So präsentierte das Deutsche Rote Kreuz aus Burg einen Rettungswagen und gewährte spannende Einblicke in den Rettungsdienst. Auch die Polizei war vor Ort und begeisterte die Kinder mit ihrer Ausrüstung. Besonders die Handschellen zogen alle Blicke auf sich – und sorgten kurzzeitig für Aufregung, als der passende Schlüssel gesucht werden musste. Einen Blick nach vorn ermöglichte die Ambulanz Mobile GmbH aus Schönebeck, die moderne Fahrzeugkonzepte für den Rettungsdienst der Zukunft vorstellte. Auf große Resonanz stieß außerdem die Schneiderei der Justizvollzugsanstalt Burg, die aktuelle Bekleidungsmodelle präsentierte und viele neugierige Fragen beantwortete.
Eine stattliche Sammlung an Feuerwehrhelmen aus vielen Epochen und Ländern brachte Marco Hofmann, Vorsitzender der Facharbeitsgruppe „Historik“ im Magdeburger Feuerwehrverband, mit nach Heyrothsberge. Hier war Anprobieren ausdrücklich angesagt, was viele Kinder für ein Erinnerungsfoto nutzten. Dicht umlagert war auch der Walking-Act „KüBold“: Bei den sommerlichen Temperaturen hatte es der Fachbereichsleiter Veranstaltungsmanagement, Thomas Ehrhardt, in dem Maskottchenkostüm sichtlich nicht leicht. Für zusätzliche sportliche Betätigung sorgten eine Hüpfburg, ein Rauschbrillenparcours, eine Torwand sowie bunte Luftballons.
Besonders großen Stellenwert hatte der Besuch der Deutschen Jugendfeuerwehr: Der stellvertretende Bundesjugendleiter Jörn-Hendrik Kuinke ließ es sich nicht nehmen, den Aktionstag persönlich zu besuchen. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt von der großen Resonanz sowie dem enormen Engagement vor Ort. Der Aktionstag machte eindrucksvoll deutlich, welchen hohen Stellenwert die Kinderfeuerwehrarbeit in Sachsen-Anhalt besitzt und mit wie viel Herzblut sie von den vielen Ehrenamtlichen gestaltet wird.
Für das leibliche Wohl sorgte das Team von „Leib & Seele“, das die rund 800 Gäste mit einem leckeren Mittagessen stärkte. Als süßer Abschluss wartete auf jedes Kind eine Kugel Eis vom Eiswagen. Während der gesamten Veranstaltung verteilte zudem der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Rüdiger Blokowski, frisches Popcorn und Zuckerwatte – und zauberte damit viele strahlende Gesichter.
Die zahlreichen positiven Rückmeldungen bestätigten einmal mehr, wie wichtig solche Veranstaltungen für die Nachwuchsarbeit der Feuerwehren sind. Überall auf dem Gelände waren fröhliche Kinder, engagierte Betreuerinnen und Betreuer sowie begeisterte Gäste zu sehen. Die vielen lachenden Gesichter sprachen für sich.
Die Landesjugendfeuerwehr blickt auf einen rundum gelungenen Aktionstag zurück und bedankt sich herzlich bei allen Unterstützern, Helferinnen und Helfern, Ausstellern, Gästen und Partnern. Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich den Hauptpersonen dieses Tages – unseren Kindern. Ohne euch wäre dieser Tag nicht zu dem geworden, was er war: ein unvergessliches Erlebnis voller Spaß, Gemeinschaft und Feuerwehrbegeisterung.
(Text/Bilder: Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt)












