Am Samstag, dem 18. April 2026, fand in der Stadthalle Möckern (Landkreis Jerichower Land) die 35. Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt statt. Pünktlich um 10:00 Uhr eröffnete Landesjugendwart Thomas Voß die Veranstaltung und begrüßte die Delegierten sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Partnerorganisationen.
Unter den anwesenden Gästen befanden sich neben dem Ministerpräsidenten auch Staatssekretär Klaus Zimmermann sowie die stellvertretende Bundesjugendleiterin der Deutschen Jugendfeuerwehr, Carina Hoeft. Ebenfalls vor Ort waren zahlreiche Vertreter von Partnerinstitutionen, darunter André Fräsdorf (Förderverein der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt), Detlef Harfst (Feuerwehr-Unfallkasse Mitte), Andreas Zimmer (Vorstand der ÖSA Versicherungen), der Präsident des Städte- und Gemeindebundes Sachsen-Anhalt, Andreas Dittmann, sowie Johannes Walter vom Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt.
Aus der Region konnten zudem der Landrat des Jerichower Landes, Dr. Steffen Burchhardt, sowie die Bürgermeisterin der gastgebenden Stadt Möckern, Doreen Krüger, begrüßt werden. Die Feuerwehr wurde durch den Kreisbrandmeister des Jerichower Landes, Arend Fritzsch, den Direktor des Instituts für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) Heyrothsberge, Andreas Rößler, sowie die Leiter der Berufsfeuerwehren aus Magdeburg, Frank Mehr, und Dessau-Roßlau, Martin Müller, vertreten. Neben Carina Hoeft repräsentierten zudem die Landesjugendfeuerwehrwarte Anja Lehmann (Brandenburg) und Frank Pfeiffer (Sachsen) sowie der stellvertretende Bundesjugendleiter a. D. Dieter Henze die Familie der Deutschen Jugendfeuerwehr. Tim Wilke und Karsten Laub von der Ambulanz Mobile GmbH Schönebeck brachten zwei Rettungsfahrzeuge zur Besichtigung mit
Nach der Begrüßung und dem ehrenden Gedenken an die Verstorbenen hielt Ministerpräsident Sven Schulze sein Grußwort, in dem er die besondere Bedeutung der Jugendfeuerwehr für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hervorhob. Als Zeichen seiner Anerkennung überreichte er anschließend den Ehrenteller des Ministerpräsidenten an die Landesjugendfeuerwehr. Auch die weiteren anwesenden Ehrengäste unterstrichen in ihren Grußworten die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements für den Brand- und Katastrophenschutz im Land.
Ein besonderer Höhepunkt waren die großzügigen Spendenübergaben: Andreas Zimmer vom Vorstand der ÖSA Versicherungen überreichte einen Scheck in Höhe von 3.500 Euro. Zudem unterstützte Tim Wilke von der Ambulanz Mobile GmbH Schönebeck die Arbeit des Feuerwehrnachwuchses mit einer Spende über 1.000 Euro und brachte zudem zwei moderne Rettungsfahrzeuge zur Besichtigung mit.
Ein emotionaler Moment der Anerkennung war die Ernennung von Roswita Salm zum Ehrenmitglied der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt. Damit wurde ihr langjähriges und herausragendes Engagement in der Nachwuchsarbeit gewürdigt. Erstmals wurde zudem der „Support the Future“-Preis verliehen. Diese vom Jugendforum ins Leben gerufene Auszeichnung ehrt Personen, die sich besonders für dessen Aufbau und Entwicklung eingesetzt haben. Als erste Preisträger wurden Lina Lentge, die das Jugendforum mit großem Einsatz wiederbelebt hat, sowie Enrico Geißler geehrt, der sich kontinuierlich mit großem Engagement einbringt.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung folgten Auszeichnungen für besondere Verdienste: Das Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt in Gold wurde an Andreas Klink verliehen. Mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt wurden Martin Heppe, Ninette Schmidt, Jana Freistedt-Lentge und Maria Kleppel ausgezeichnet. Eine besondere Ehre wurde Ulrike Rieger zuteil, die die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber aus den Händen von Carina Hoeft erhielt. Für seine langjährige Unterstützung wurde zudem Axel Kowalski von Edeka Hannover-Minden mit dem Ehrenbrief der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt geehrt.
Im verbandlichen Teil gab Landesjugendfeuerwehrwart Thomas Voß eine Einführung in den Jahresbericht, der den Teilnehmenden als Tagungsband vorlag. Dabei sprach er auch deutliche Sorgen an: So konnten bisher keine Ergebnisse im Ringen um die Anerkennung der Mitgliedschaft in der Kinderfeuerwehr auf die Gesamtdienstzeit sowie die Aufnahme der Funktion des Kinderfeuerwehrwartes in die Laufbahnverordnung erzielt werden. Nach Ermächtigung durch den Landesjugendfeuerwehrausschuss wird nun auf außerparlamentarischem Weg – mittels einer Petition an den Landtag von Sachsen-Anhalt – versucht, Lösungen herbeizuführen. Weitere Forderungen der Landesjugendfeuerwehr sind die Bildung eines Landesbeirats für Brand- und Katastrophenschutz nach dem Vorbild anderer Bundesländer sowie die Wiedereinführung und Besetzung der Funktion eines Landesbranddirektors als zentrale Identifikationsfigur für alle Feuerwehrangehörigen in Sachsen-Anhalt.
Die Befürchtungen der Landesjugendfeuerwehr, ihr umfangreiches Veranstaltungsmaterial angesichts der anstehenden Baumaßnahmen am Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) nicht mehr unterbringen zu können, entkräftete der Direktor des IBK bereits in seinem Grußwort. Er versicherte, dass die Landesjugendfeuerwehr auch künftig am IBK verwurzelt bleiben wird, wenngleich es gilt, für die Dauer der Bauphase tragfähige Übergangslösungen zu finden.
Als neues Projekt wurde zudem das speziell für die Landesjugendfeuerwehr konstruierte Jugendfeuerwehr-Glücksrad vorgestellt, das künftig bei Veranstaltungen zur Gewinnung von Aufmerksamkeit und zur Nachwuchswerbung zum Einsatz kommen soll
Da es zum Jahresbericht keine weiteren Anfragen gab, folgte die Vorstellung des Kassenprüfberichts sowie der Haushaltsrechnung für das Jahr 2025. Der anschließende Antrag auf Entlastung der Landesjugendfeuerwehrleitung wurde ebenso wie die Genehmigung der Haushaltsrechnung von den Delegierten einstimmig angenommen.
Bei den anschließenden Wahlen musste die Besetzung für den Fachbereich Statistik und Verwaltung mangels Kandidaturen ausfallen. Zur Kassenprüferin wurde Roswitha Salm gewählt. Zudem gelang es, die erforderliche Anzahl an Delegierten für die Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr 2026 zu bestimmen: Mit Anke Huth, Lilly-Ann Höfel, Jeremias Okon, Jasmin Rimpau, Peter Nassler, Sabine Okon, Josefin Thiemann und Volker Leimberg ist die Landesjugendfeuerwehr dort vollständig vertreten.
Auch das Jugendforum nutzte die Delegiertenversammlung für personelle Veränderungen. Die bisherigen Landesjugendsprecher Emilia Müller und Max Petrik übergaben ihre Ämter an Lilly Höfel und Jeremias Okon. Für ihr Engagement wurde ihnen gedankt, während den neu Gewählten viel Erfolg für ihre kommende Amtszeit gewünscht wurde.
Die 35. Delegiertenversammlung hat einmal mehr gezeigt, wie stark die Gemeinschaft der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt ist und wie wichtig das Engagement aller Beteiligten bleibt. Allen Geehrten, Gewählten und Preisträgern herzlichen Glückwunsch.
Ein besonderer Dank gilt Doreen Krüger und Daniela Quenstedt sowie ihrem Team, die mit großem Engagement, viel Herzblut und hervorragender Organisation maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen. Ebenso wird dem Förderverein der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt, den ÖSA Versicherungen, dem EDEKA-Markt Weiß in Möckern und der Halloren Schokoladenfabrik herzlich für ihre großzügige Unterstützung gedankt
Die 36. Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt wird im April 2027 in der Stadt Zerbst/Anhalt (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) stattfinden.










