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Jugendgerecht durch Sachsen-Anhalt

„Jugend Macht Zukunft“ stellt Bericht zu erfolgreicher Kinder- und Jugendbeteiligung vor

Gemeinsam mit der Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration Frau Petra Grimm-Benne präsentiert das Projekt „Jugend Macht Zukunft“ des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V., wie Kinder- und Jugendbeteiligung auf Landesebene in Sachsen-Anhalt wirksam funktionieren kann.

 

Sozialministerin Petra Grimm-Benne: „Wir wollen ein jugendpolitisches Programm für Sachsen-Anhalt entwickeln und dabei diejenigen beteiligen, um die es geht: die jungen Menschen. Ich freue mich daher, dass die Landesregierung durch die Förderung des Projektes „Jugend Macht Zukunft“ einen Beitrag zu erfolgreicher Kinder- und Jugendbeteiligung in Sachsen-Anhalt leitet.“

 

„Das Projekt „Jugend Macht Zukunft“ hat gezeigt, dass junge Menschen ihre eigenen Anliegen selbst vertreten wollen und auch können. Allen voran das Thema „Jugendgerechter ÖPNV“ bewegte Jugendliche dazu, sich über ein Jahr mit verschiedenen Expert*innen, von Verkehrsverbünden und -unternehmen, über Mitarbeiter*innen der Landesverwaltung bis zu den verkehrs-politischen Sprecher*innen der Parteien, an einen Tisch zu setzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen“, so der Vorsitzende des KJR-LSA, Fabian Pfister.

 

„Durch die Jungen Zukunftsgestalter*innen, junge Menschen aus Sachsen-Anhalt, die das Projekt ehrenamtlich begleiten, konnte das Thema konkretisiert und Forderungen, wie z.B. ‚mehr Mitbestimmung bei der Verkehrsplanung‘, ‚Verbesserung der Taktung von Bus und Bahn‘ oder ‚die Rücknahme von Streckenstilllegungen‘, in den parlamentarischen Ausschuss für Landes-entwicklung und Verkehr getragen werden.“

 

Hannes Hanold, seit 2017 als Junger Zukunftsgestalter aktiv, ergänzt: „Der Nahverkehr ist für die meisten jungen Menschen ein Problem. Es fahren zu wenig Busse und Bahnen und manche Regionen sind nach der Schule komplett vom Rest des Landes abgeschnitten. Deshalb war für mich und andere Jugendlichen das Thema auch so wichtig.“ 

 

„Wir haben im Projekt besonderen Wert darauf gelegt, den jungen Menschen den Raum zu bieten, um für sich selbst zu sprechen und ihre Forderungen zu vertreten. Wir wollten keine Alibi-Partizipation, sondern wirksame Beteiligung ermöglichen, d.h. junge Menschen als Expert*innen in eigener Sache den Prozess gestalten lassen“, so die Projektreferenten Michael Behr und Martin Gneist. „Wir selbst sehen uns als Schnittstelle zwischen jungen Menschen und Entschei-dungsträger*innen. Wir wollen einen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen, Inhalte jedoch nicht vorgeben.“

 

„Nachdem das Projekt mehrere Jahre erfolgreich gearbeitet hat und Sachsen-Anhalt auch bundesweit als gutes Beispiel für Kinder- und Jugendbeteiligung auf Landesebene gilt, hoffen wir, diesen Ansatz im Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. zukünftig verstetigen zu können. Wir sind davon überzeugt, dass hier Pionierarbeit in Sachen Beteiligung geleistet wird“, so der Vorsitzende des KJR-LSA, Fabian Pfister.

 

Hintergrund:

 

Das Projekt „Jugend Macht Zukunft“ ist ein Jugendbeteiligungsprojekt des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, welches mittels vielfältiger Aktionen und Methoden die Partizipationsstrukturen von jungen Menschen in Sachsen-Anhalt stärken, ausbauen und nach-haltig sichern will.

 

Der Fokus von „Jugend Macht Zukunft“ liegt auf dem Ausbau und der nachhaltigen Sicherung der Partizipation junger Menschen in Sachsen-Anhalt. Dies geschieht vor dem Hintergrund der strukturellen Verankerung einer Eigenständigen Jugendpolitik.

 

Mittels unterschiedlicher Projektbausteine greift „Jugend Macht Zukunft“ explizit die unter-schiedlichen Interessen und Bedarfe junger Menschen aus den Landkreisen und kreisfreien Städten des Landes Sachsen-Anhalt auf. Dabei ist es Ziel, jungen Menschen das nötige Wissen zu vermitteln, um für sich und ihre Bedürfnisse sowie ihre Forderungen einzutreten. Im Rahmen von „Jugend Macht Zukunft“ können Kinder und Jugendliche als Junge Zukunftsgestalter*innen direkt mitgestalten, sich informieren sowie über ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten in all ihren Lebensbereichen diskutieren.

 

Zudem setzt sich das Projekt „Jugend Macht Zukunft“ zum Ziel, eine Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen-Anhalt strukturell zu verankern. Durch Fachexpertise werden hierfür die Mitarbeiter*innen der Ministerien und der Staatskanzlei dahingehend unterstützt, ihre Ressorts für die Mitbestimmung junger Menschen – ihrer Bedarfe und Interessen – im Dialog mit diesen nachhaltig zu öffnen.

 

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist ein Zusammenschluss von 26 landesweit tätigen Jugendverbänden, 3 Dachverbänden sowie der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendringe der Landkreise und kreisfreien Städte.  Er vertritt zusammen mit seinen Mit-gliedern die Interessen der Kinder und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Mit seinem Projekt „Jugend Macht Zukunft“ setzt er sich für mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein. Weiterhin ist der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. Träger der Landeszentralstelle juleica und des bildungspolitischen Projektes „wahlort“.

 

Ansprechpartner:

 

Martin Gneist

Referent für Eigenständige Jugendpolitik

Email: martin.gneist(at)kjr-lsa.de

 

Michael Behr

Referent für Kinder- und Jugendbeteiligung

Email: michael.behr(at)kjr-lsa.de

 

Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.

Schleinufer 14

39104 Magdeburg

 

Tel: 0391 – 535 394 80

Fax: 0391 – 597 95 38